Forward Deployed Engineers: 9 Milliarden Dollar, um zu bestätigen, was man vor Ort ohnehin schon wusste
Innerhalb von zwei Monaten haben die vier amerikanischen KI-Giganten fast 9 Milliarden Dollar in eine gemeinsame Überzeugung investiert. Und diese Überzeugung ist nicht „ein besseres Modell“.
Eine beispiellose Annäherung
Microsoft hat soeben die Gründung der Microsoft Frontier Company bekannt gegeben: 2,5 Milliarden Dollar und 6.000 Experten (Ingenieure, Fachexperten, Berater), die direkt in die Kundenunternehmen entsandt werden, um deren KI-Systeme zu entwickeln, einzuführen und kontinuierlich zu verbessern. Der Ansatz ist bewusst modellübergreifend (OpenAI, Anthropic, Microsoft, Open Source) und geht mit einer festen Zusage einher: Die Daten und das geistige Eigentum der Kunden werden nicht zum Trainieren der Modelle verwendet. Zu den ersten Kunden zählen die London Stock Exchange, Unilever und Novo Nordisk.
Microsoft ist weder der Erste noch der Einzige. OpenAI hat im Mai seine „Deployment Company“ ins Leben gerufen – mit mehr als 4 Milliarden Dollar und einem von TPG angeführten Konsortium. Anthropic hat sich mit Goldman Sachs, Blackstone und Hellman & Friedman zu einer 1,5-Milliarden-Initiative zusammengeschlossen, die auf mittelständische Unternehmen abzielt. AWS hat zwei Tage vor der Ankündigung von Microsoft 1 Milliarde bereitgestellt.
Dieses Modell hat einen Namen: „Forward Deployed Engineering“, das vor zwanzig Jahren von Palantir entwickelt wurde. Ingenieure, die keine Technologie liefern, sondern sich beim Kunden niederlassen, bis der Mehrwert erreicht ist.
Warum gerade jetzt?
Eine Studie des MIT (NANDA-Projekt) hat gezeigt: 95 % der Pilotprojekte mit generativer KI in Unternehmen haben keinerlei messbare Auswirkungen auf die Ergebnisse. Das Problem lag nie in der Leistungsfähigkeit der Modelle. Es liegt vielmehr in der Umsetzung, der Schulung der Teams und der Steuerung des Wandels.
Mit anderen Worten: Die amerikanischen Giganten bestätigen heute mit Milliardeninvestitionen, was in der Praxis schon seit Langem zu beobachten ist. Wert entsteht nicht durch das Modell selbst, sondern dadurch, wie eine Organisation es sich zu eigen macht.
Das regionale Pendant gibt es bereits
Diese Megastrukturen richten sich in erster Linie an sehr große, weltweit tätige Organisationen. Doch die ihnen zugrunde liegende Logik (Fachkompetenz direkt in den Teams, langfristige Begleitung, Unabhängigkeit von Modellanbietern) findet auch auf regionaler Ebene ihre Entsprechung.
Genau diesem Modell folgt Darest IT&AI seit über zwei Jahren in der Westschweiz: Experten, die direkt in den Unternehmen arbeiten – von der Festlegung der Strategie bis hin zur Integration der Lösungen in die Geschäftsumgebung –, und dabei stets von einer Überzeugung geleitet werden: Ein KI-Projekt ist dann erfolgreich, wenn es Arbeitsabläufe verändert, und nicht, wenn es lediglich ein technologisches Ziel abhakt.
Die Ankündigungen der letzten Wochen bestätigen, dass dieser bürgernahe Ansatz keine bescheidene Alternative zum Modell der Großkonzerne darstellt. Er ist vielmehr dessen Kernprinzip, angewendet auf die Ebene, die für die Unternehmen unserer Region entscheidend ist: die Ebene des Vertrauens, der Kenntnis der lokalen Gegebenheiten und des langfristigen Engagements.
Die in den USA investierten Milliarden bestätigen den Erfolg dieser Methode. In der Westschweiz wird sie bereits umgesetzt.
Darest IT&AI begleitet Unternehmen in der Westschweiz bei ihrer digitalen Transformation und der Einführung von KI – von der Strategie bis zur Umsetzung.